Moderne Sklaven


Seit ein paar Jahren finanziere ich mir ein unabhängiges Leben durch YouTube Videos und finde das extrem cool, denn ich bin ein absoluter Gegner von dem Angestelltensystem und der Arbeitswelt, wie wir sie hier in Deutschland haben. Die Gründe erklär ich dir später. Viele meiner Freunde haben auch keinen Bock mehr auf das moderne Sklavenleben und wollen aus ihrem Job raus.


Es ist kaum auszuhalten, wenn ich mir so meine Umgebung anschaue und feststelle, wie unzufrieden jeder in seinem Job ist. Ich kanns gut nachvollziehen. Mir gings damals auch extrem schlecht. Man will nur noch raus, aber hat nicht so wirklich einen Plan wie man es machen soll. Diesen Menschen muss man einfach helfen, denn die meisten schaffen es nicht von allein und brauchen die nötige Motivation oder die richtigen Strategien.


Was waren eigentlich meine Motive?


Die Grundschule hatte ich normal durchgezogen. Dort erschien es mir noch logisch, die nötigen Skills zu lernen, die man so braucht. Lesen, schreiben, rechnen usw. In der Realschule war mir das nicht mehr so klar. Ich war immer sehr praxisorientiert und merkte schnell, dass man den Quatsch den man dort lernt in der Praxis nicht braucht. Außerdem fing ich früh an mit An- und Verkauf gebrauchter Produkte. Ich kaufte irgendwelches Zeug und verkaufte es teurer weiter.



Das war eine gute Sache, weil es für mich damals echt viel Geld war. Auf jeden Fall mehr als das Taschengeld. Ich ging also weiter meinen Hobbys nach und ließ die Schule einfach links liegen. Naja, das merkte man schnell an den Noten. In der achten Klasse musste ich wegen meinen miserablen Noten sogar die Schule verlassen. Die Lehrer meinten, dass Wiederholen nichts bringen würde, also ab auf die Hauptschule. Klasse!


Der Abstieg


Jetzt war mir eh alles egal. Ich war nie der Klassenclown und immer eher still. Jetzt saß ich in der neunten Klasse Hauptschule voller aufgedrehter Jugendlicher. Vom Umfeld, den Medien und einfach von der kompletten Gesellschaft kriegt man ja ständig zu hören, dass man dann völlig hinüber ist.


Einmal in der Hauptschule und du bist komplett unten. So hieß es jedenfalls damals. Keine Ahnung ob es immer noch so ist. Dementsprechend fand ich mich damit ab. Ich machte noch weniger als in der Realschule. Nämlich überhaupt nichts, absolut null. Wo ich später arbeite war mir auch egal. Ok, Hauptschule beendet, Abschluss bekommen und Ausbildung gestartet.



Meine erste Ausbildung


Ich fand einen Ausbildungsplatz zum Zerspanungsmechaniker in einem Metallverarbeitungsbetrieb. Dort musste ich Montag bis Freitag auf Frühschicht arbeiten. Morgens um 4 aufstehen, um 5 den Bus nehmen und um 6 dort sein. Ich war 14 oder 15. Es war grauenhaft.


Ich hatte mir mehr vom Leben erhofft als schwitzend in einer stinkenden und dreckigen Firma zu stehen und Werkstücke zu feilen. Für einen arroganten Chef zu arbeiten, der es nicht einmal für nötig hielt die Leute zu grüßen. Dafür bekam ich etwa 300 Mark im Monat was nicht viel war. Ich konnte mit An- und Verkauf von DVDs das gleiche in ein paar Tagen verdienen.


Mit viel Disziplin hielt ich es 6 Monate in der Firma aus und kündigte dann. Irgendwas in mir sagte, jetzt ist Schluss.


Schule, Schule, Schule


Mach einen besseren Abschluss und du findest einen besseren Job. So hieß es damals. Also wollte ich den Realschulabschluss nachholen. Da ich meine Ausbildung aber im Januar gekündigt hatte und die Handelsschule im Sommer startete, sollte ich bis dahin eine weitere Schule besuchen. Das BGJ, also das Berufsgrundbildungsjahr. Ich saß dort nur meine Zeit ab und bekam nach dem halben Jahr zum zweiten Mal den Hauptschulabschluss.


Durch die 2 Jahre Handelsschule quälte ich mich durch. Ich hatte keine Ziele, keine Perspektive. Wusste nicht was danach kommt. Wahrscheinlich auch wieder für andere Leute zu arbeiten, nur eben in höheren Positionen. Sinnlos. Ich fand nach den 2 Jahren keinen Ausbildungsplatz und entschloss mich die Fachoberschule für Wirtschaft noch dran zu hängen.



Mein schulischer Höhepunkt


Der Lehrstoff war so trocken, das war nicht mehr normal. Man lernte halt viel über Betriebswirtschaft und Buchführung. Alles Dinge, die man wunderbar in Angestelltenverhältnissen für andere Unternehmen braucht.


Im ersten Jahr musste ich ein Praktikum machen. Durch Kontakte wurde ich für diese Zeit bei einer Bank angestellt. Jeden zweiten Tag musste ich hinterm Schalter stehen und Kunden bedienen. Es war genauso spannend wie es sich anhört.


Es hätte damals keiner gedacht, ich am wenigsten, aber ich hatte es nach 2 Jahren tatsächlich geschafft und bekam mein Fachabitur. Zwar mit mittelmäßigem Schnitt, aber egal. Ich bin da so knapp durchgerutscht, dass es definitiv das Ende meiner schulischen Laufbahn war. Studium kam überhaupt nicht in Frage. Also musste jetzt nochmal eine Ausbildung her.


Die längste Zeit meines Lebens


Ich wusste immer noch nicht was ich machen soll. Es war glaub ich Juni oder Juli 2005 und ich hatte noch keine Stelle da ich mich noch nicht groß beworben hatte. Nach ein paar Bewerbungen kam eine Zusage von einem Lebensmitteldiscounter für eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel. Dort fing ich im September an.



Ich musste den ganzen Tag Produkte auspacken, in die Regale räumen, an der Kasse sitzen und putzen. Es war der Horror. Nach dem ersten Tag wollte ich nur noch raus. Aber es hieß dann immer, ja jetzt warte mal ab, zieh es einfach durch, das ist eine sichere Stelle, du verdienst Geld usw.


Ich zog die 3-jährige Ausbildung durch und arbeitete 5 weitere Jahre in dem Unternehmen. Heute ist es mir unbegreiflich wie ich 8 Jahre meines Lebens für diesen Job verschwenden konnte. Aber damals hat man es einfach gemacht. Von Tag zu Tag sich immer wieder hochgerafft und gemacht. Völlig egal.


Vom Regen in die Traufe


Es war 2013, ich war schon 28 und absolut unglücklich mit meinem Leben. Ich musste da raus. Die Gesellschaft um mich rum war immer noch so eingestellt wie die Jahre zuvor. Du brauchst einen Job, du musst arbeiten, Geld verdienen, an die Zukunft und an die Rente denken. Ich kann es nicht mehr hören.


Mein Vater arbeitete in einem Industriekonzern und konnte mir eine Ausbildung in einem Bürojob verschaffen. Ich begann also schon wieder eine Ausbildung und zwar zum Industriekaufmann. Wenigstens machte ich mir dort nicht den Rücken kaputt und hatte geregelte Schichten.


Als ich anfing wurde mir schnell klar, dass das die geringsten Probleme waren. Die Kernfragen die sich seit der Grundschule durchzogen hatten sich nie geändert. Ich hatte immer noch Leute für die ich arbeiten musste und war immer noch gefangen.


Die Ausbildung zog ich gerade so durch und obwohl man mir eine feste Anstellung im Büro und um die 2000€ netto im Monat versprochen hatte, was allgemein bei der Gesellschaft und auch von mir als viel empfunden wurde, schmiss ich alles hin und kündigte von heute auf morgen.



Entscheidende Schlüsselmomente meins Lebens


Jetzt passierte was in meinem Leben, das alles umkrempelte. Ich machte mir intensive Gedanken über alles. Zum ersten Mal dachte ich über mein Leben und das Leben an sich nach. Warum sind wir hier und was ist der Sinn? Ist es der Sinn, dass ich ständig Dinge mache die ich hasse? Was hatte ich bisher aus meinem Leben gemacht? Soll es bis zum Ende so weiter gehen? Ich kam von einem Gedanken in den nächsten.


Mir wurde schnell klar, dass ich mein bisheriges Leben komplett verbockt hatte. Ich war 31. Also noch lange nicht zu alt, aber auch nicht mehr der Jüngste. Die Selbstständigkeit war für mich das einzig logische. Nur dann musste ich nicht für andere arbeiten und konnte mir die Art und Dauer der Arbeit frei einteilen. Die Sinnlosigkeit wäre somit verschwunden und das ist das einzige Ziel das ich erreichen wollte. Ab diesem Tag begann der steinige Weg meiner Selbstständigkeit.



Mein großes Scheitern

 

Ich hatte mich überall informiert was man machen kann. Alles war schon in vollem Gange. Überall lernte man Systeme kennen, mit denen man Geld verdienen konnte. Das naheliegendste für mich war der Verkauf von Produkten. Da ich 8 Jahre im Discounter war, war es einfach logisch.

 

Ich setzte mich mit dem Thema Amazon FBA auseinander und startete einfach. Ich will jetzt nicht bis ins Detail gehen da es sehr umfangreich war, deshalb schneide ich es nur kurz an. Ich hatte Produkte designt und in China entwickeln lassen. Es waren Whitlabel Produkte, also Produkte die es schon gab und wo jeder einfach sein Logo draufdrucken lassen konnte. Dann konnte man sie in eigenem Namen verkaufen. Bei mir war es Sportequipment wie z.B. Fitnessbänder und Springseile.

 

Anfangs lief es noch ganz gut, da ich vieles richtig machte, aber irgendwann merkte ich, dass das alles zum Scheitern verurteilt war. Ich bin mit Halbwissen an die Sache ran gegangen und hatte vieles falsch gemacht, das ich im Nachhinein nicht mehr ausbügeln konnte. Es fehlte einfach das Geld dazu.

 

Ich hatte es mir anfangs leichter vorgestellt und bin dann gescheitert, weil ich keinen ordentlichen Plan hatte. Also wieder über ein Jahr in den Sand gesetzt und viel Geld verloren. Mittlerweile bin ich froh, dass ich es gemacht habe und sehe es als Lehrgeld.

 

Genau mein Ding

 

Jetzt hatte ich meine ganzen Ersparnisse verloren und saß noch schlechter da als vorher. Keinen Job, kein Business und kein Geld. Ich hatte dann was gesucht, das man ohne Startkapital machen kann. Affiliate Marketing war mir damals zu undurchsichtig und alles andere irgendwie auch.

 

Nur das Konzept hinter YouTube hörte sich für mich irgendwie schlüssig an. Früher hat es mir auch schon Spaß gemacht Videos zu erstellen. Wir filmten uns unter Freunden und haben Blödsinn gemacht. Dann erstellte ich mit dem Material Videos und wir hatten uns kaputtgelacht über das Zeug. Die Entscheidung verfestigte sich also langsam, jetzt mit YouTube zu starten.



Der Beginn eines langen, steinigen Weges

 

2017 startete ich den Kanal Mindfun. Ich dachte erst, jetzt gehts richtig ab. Jeder wartet nur drauf, dass ich Videos hochlade. Erstes Video hochgeladen. Null Klicks. Toll, wieder mal Enttäuschung. Weiter informiert und immer weiter gemacht. Ich glaub es waren schon um die hundert Videos und ich hatte immer noch kein Geld verdient. Jetzt wusste ich aber langsam wie es geht und der Erfolg des Kanals war absehbar.

 

Anfang 2018 startete ich parallel den Kanal Short Report weil ich mir sicher war, Mindfun wird bald durch die Decke gehen. So war es dann auch. Ein paar Monate später gingen einige meiner Tiervideos extrem ab. Ich hatte dann mehr zu dem Thema Tiere gemacht und gemerkt, dass mir das irgendwie liegt. Ich hatte in meinem Leben schon immer mit Tieren zu tun und deshalb war es auch passend und ich kam gut damit klar.

 

Im Sommer ist dann endlich der Schritt passiert, auf den ich so lange hingearbeitet hatte. Fast jedes meiner Videos kam in die Trends und machte hunderttausende Klicks. Mindfun machte dreistellige Abozahlen am Tag und ich verdiente endlich vierstellige Beträge.

 

Mein Durchbruch

 

Da ich jetzt sah, dass das ganze Ding läuft und auch genug Wissen hatte, war es nicht schwer Short Report auch zum Laufen zu bringen. Ende 2018 Jahres schoss auch Short Report durch die Decke und ich erreichte mit meinen Videos in 2 Monaten über 10 Millionen.

 

Der Kanal brachte jetzt auch vierstellige Beträge und ich konnte es einfach nicht fassen. Mein Leben lang war ich der Verlierer und jetzt war auf einmal alles so genial. Das Gefühl war unbeschreiblich. Ich erzielte mit beiden Kanälen in den Monaten darauf unzählige Erfolge.



Im Sommer 2019 sprengte mein Kanal Short Report alle Rekorde. Eine bestimmte Nische wurde vom YouTube Algorithmus sehr relevant eingestuft. Es waren meine Videozusammenschnitte von somalischen Piraten. In einem Zeitraum von gerade mal 6 Wochen erzielte der Kanal etwa 30 Millionen Aufrufe in über 180 Ländern.

 

Die Umsätze schossen schlagartig in den vierstelligen Bereich pro Tag. Nach der nächsten Auszahlung von YouTube auf mein Girokonto rief mich der Chef der Sparkasse zu Hause an um nachzufragen, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht. Ich erklärte ihm die Sache mit YouTube. Er verstand nur Bahnhof.

 

Vom YouTuber zum Business Coach

 

Seitdem weiß ich wie man YouTube behandeln muss um die breite Masse zu erreichen. Ich erstellte einige Videokurse um anderen Menschen bei diesem Vorhaben weiterzuhelfen. Ich zeige ihnen, wie sie sich bequem von zuhause aus mit YouTube Videos ein passives Einkommen aufbauen können. Und das alles ohne vor der Kamera zu stehen. In diesen Kursen lernst du Schritt für Schritt den Einstieg und den Aufbau des YouTube-Business.



Ich möchte Menschen helfen ihr Leben zu verbessern, endlich aus dem Hamsterrad zu entfliehen und sich ein selbstbestimmtes und finanziell unabhängiges Leben aufzubauen. Tausende Menschen konnte ich bereits bei diesem Vorhaben unterstützen. Vielleicht kannst auch du dich mit meiner kleinen Lebensgeschichte identifizieren. Ich hoffe, ich konnte dich inspirieren und denke immer daran:

 

Es ist nie zu spät!